Year new – but happy?
Liebe Filmfreunde,
nachdem dieses „neue Jahr“ 2026 schon voll am Laufen ist, wird es langsam Zeit, hier endlich einen neuen Text reinzusetzen, und zwar einen, der möglichst lange so stehen bleiben kann, ohne dass es gleich
wieder einen Neuen braucht.
Überhaupt, was heißt hier „neues Jahr“! Neu ist allenfalls der Kalender, aber das Jahr selber ist für mich nicht weniger als das 68-igste; was daran neu oder gar happy sein soll, will sich mir irgendwie nicht so recht erschließen.
Was also will man groß schreiben? Das Älterwerden incl. der damit einhergehenden Defizite ist der Faktor, den man in die langfristige Lebensplanung nie wirklich einpreist. Nicht nur, weil man es nicht kann, man schiebt den Gedanken gern weitestmöglich von sich, will es eigentlich gar nicht so genau wissen. Wenn’s dann also langsam aber sicher soweit ist, braucht man nicht sofort in Panik verfallen, aber zu beschönigen gibt‘s auch nix. Über manche der schauerlichen Details des Altwerdens habe ich mich an der Stelle schon zur Genüge ausgelassen, andere bleiben besser unerwähnt.
Was von Jahr zu Jahr deutlicher wird, ist die tatsächliche „Relativität der Zeit“, weniger der physikalische Effekt im Einsteinschen Sinne als die – ebenfalls unbestreitbare – „subjektive Wahrnehmung“. Das äußert sich darin, dass ich für Alles und Jedes deutlich länger brauche als früher. Nicht nur wegen nachlassender Arbeitslust; auch weil die müden Knochen und Augen meine Zeit am PC strikt limitieren, hänge ich mit allem hinterher, Fotographieren, Bearbeiten, Einstellen etc., und auf dem Schreibtisch liegt immer eine Handvoll chronisch unbeantworteter Mails. Der eine oder andere Leser (m/w/d) wird wissen, wovon ich rede. So in etwa muss sich wohl eine Uhr fühlen, die ständig nachgeht…
Außerhalb meines kleinen Plakat-Biotops rast die Zeit dagegen gefühlt immer schneller. Trotzdem hoffe ich jetzt einfach mal, dass ich wenigstens noch die knapp drei Jahre durchhalte, bis dann gnadenlos „Stirb langsam 7.0“ ansteht. Und ich denke, das wäre doch ein guter Moment, um es gut sein zu lassen.
Doch das soll uns jetzt noch nicht bekümmern! Um Material zu NEUEN FILMEN bemühe ich mich weitestgehend nicht mehr. Aber so lange diese Websseite noch ächzend und maulend auf Ihren Bildschirm kriecht, können Sie sich darauf verlassen, dass Sie Ihre bestellten cineastischen Souvenirs aus den letzten 50 Jahren (oder so) natürlich bekommen! Vielleicht dauert’s im Einzelfall mal ein paar Tage länger, aber: Es kommt!
Die Webseite braucht mich zum Glück nicht, um Ihre Bestellwünsche brav entgegen zu nehmen, „24/7“, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Sollte die Automatik mal nicht funktionieren (kommt leider gelegentlich vor, auch Paypal zickt ab und zu herum), schreiben Sie mir einfach, es geht „auch so“!
Damit wünsche ich Ihnen (bzw. uns allen) ein gutes „Restjahr“! Im Sommer werde ich dann, falls nix dazwischen kommt, im wahrsten Sinn des Sortes ein
„alter 68er“, alles Weitere sehen wir dann!
Alles Gute und schöne Grüße
Ihr
Wolfgang Herrmann
Bei Problemen, Rückfragen etc. bin ich immer für Sie da:
anfrage@kinoplakate.de